Heidenheim liegt punktgleich mit St. Pauli und Wolfsburg, die nächste Woche gegeneinander antreten werden, während die letzten drei auf den Tag der Entscheidung warten.
Heidenheim verlässt mit dem ersten Auswärtssieg des Jahres gegen Köln erstmals das Tabellenletzte der Bundesliga. Alle drei Schlusslichter starten nächste Woche mit einem Gleichstand von 26 Punkten in das Entscheidungsspiel.
Mit der ersten Chance des Spiels gingen die Gäste in der siebten Minute in Führung. Der Fehler von Cenk Özkacar wurde bestraft, als Jan Schöppner nach einer hervorragenden Flanke von Arijon Ibrahimović sein erstes Tor im Jahr 2026 köpfte.
Die Reaktion Kölns erfolgte umgehend. In seinem erst zweiten Einsatz anstelle des niedergeschlagenen Diant Ramaj parierte Frank Feller eine Minute nach dem Tor zum ersten Mal. Eine weitere Minute später glich Marius Bülter mit einem unhaltbaren Schuss aus spitzem Winkel aus.
Der 33-jährige Flügelspieler erzielte zum ersten Mal seit den Eröffnungsrunden der Liga in zwei aufeinanderfolgenden Spielen ein Tor. Der End-to-End-Charakter des Spiels setzte sich fort, als die Gäste vor einer halben Stunde ihre Führung zurückeroberten.
Obwohl Heidenheim auf dem letzten Platz der Liga lag, erzielte er in sieben der letzten zehn Spiele mindestens zwei Tore. Und das taten sie erneut, als Kristoffer Lund den kraftvollen Schuss von Ibrahimović nicht abwehren konnte.
Heidenheim schaffte es, die Führung bis zum Ende der Halbzeit zu verteidigen, doch Bülter und Marvin Pieringer vergaben klare Chancen auf weitere Tore. Das Spiel ging nach dem Wiederanpfiff im gleichen Tempo weiter, wobei beide Teams häufig das letzte Drittel erreichten.
Nach einer Stunde erspielte sich Ibrahimović eine weitere goldene Chance für Schöppner, doch der Mittelfeldspieler schaffte es (vorerst) nicht, seinen ersten Doppelpack überhaupt zu erzielen. Ein paar Minuten später versuchte der Bayern-Leihspieler, es ihm gleichzutun, doch Marvin Schwäbe rettete routinemäßig.
Auf der Gegenseite agierte Luca Waldschmidt, der den defensiv agierenden Tom Krauß ersetzte. Auch Interimstrainer René Wagner bescherte Vereinslegende Florian Kainz für die letzten 20 Minuten seinen letzten Auftritt im RheinEnergieStadion. Zufälligerweise kann der Angreifer auf 200 Bundesligaeinsätze gegen den FC Bayern kommen, bevor er sich aus dem Fußball zurückzieht.
Schöppner baute jedoch Sekunden nach der Einwechslung von Kainz die Heidenheimer Führung aus. Der Mittelfeldspieler punktete mit einem souveränen Abschluss, nachdem er eine ähnliche Chance hatte wie zuvor im Spiel.
Auch Bülter hätte in der 77. Minute beinahe sein zweites Tor der Partie erzielt, doch Feller verhinderte mit einer starken Parade den Kopfball. Auch Dominique Heintz, der zwei Mal für Köln gespielt hat, kam zu seinem letzten Heimspiel.
Heidenheim geriet in den letzten Spielminuten unter Druck, konnte sich aber in der Tabelle gegen St. Pauli durchsetzen. Wolfsburg führte vor dem letzten Spieltag mit drei Tordifferenzen vor Heidenheim.
Heidenheim empfängt am letzten Spieltag nächste Woche Mainz, während St. Pauli und Wolfsburg in einem sogenannten Abstiegs-Playoff aufeinandertreffen, bevor das Abstiegs-/Aufstiegs-Playoff gegen das Team antritt, das in der 2. Bundesliga den dritten Platz belegen wird. Heidenheim
Kölns letztes Spiel einer enttäuschenden Saison wird gegen den FC Bayern sein, der am Ende des Spiels die Meisterschale gewinnen wird.

