Vincent Wagner schaffte es, eine bescheidene Mannschaft aus Elversberg zum Bundesliga-Aufstieg zu führen
Nachdem Elversberg nach einer späten Niederlage in den Aufstiegs-/Abstiegs-Playoffs letzte Saison den historischen Aufstieg in die Bundesliga verpasst hatte, sicherte sich Elversberg seinen Platz in der höchsten deutschen Spielklasse für die Saison 2026/27.
Der 3:0-Sieg gegen den bereits Absteiger Preußen Münster rettete dem bescheidenen Verein zum ersten Mal den Aufstieg. Seit der Niederlage gegen Heidenheim hat Elv viele Veränderungen durchgemacht.
Zunächst entschied sich ihr langjähriger Trainer Horst Steffen, den Job bei Werder Bremen zu übernehmen. Steffen war in der Saison 2021/22 in der vierten Liga am Elversberg. Der Mann, der zwei aufeinanderfolgende Beförderungen organisierte, bevor er letzte Saison den dritten Platz in der 2. Bundesliga belegte, wurde im Februar vom Bundesligisten entlassen.
In der Zwischenzeit begann Vincent Wagner, der zuvor Trainer von Hoffenheim II war, seinen Job, als wichtige Spieler den Verein im Sommer verließen. Die Topscorer Fisnik Asllani und Muhammed Damar kehrten nach Ende ihrer Leihe nach Hoffenheim zurück, während Star-Mittelfeldspieler Robin Fellhauer zum FC Augsburg wechselte.
Im Januar gab es weitere Abgänge, als der beste Torschütze der Liga, Younes Ebnoutalib, zu Eintracht Frankfurt wechselte. Auch Sportdirektor Nils-Ole Book hat den Verein vor einigen Monaten verlassen, um eine ähnliche Aufgabe bei Borussia Dortmund zu übernehmen.
Trotz allem gelang es Wagner, die Ziellinie zu überwinden, als Elversberg Paderborn und Hannover in einem harten Kampf um den Aufstieg besiegte. Am Ende des Spiels feierte der 40-jährige Trainer mit den Fans und dem beliebten Vereinsmaskottchen Paul den Aufstieg.
„Ich war in den letzten beiden Tagen etwas aufgeregt“, sagte Wagner nach dem Spiel jubelnd. Nach der Niederlage gegen den späteren Absteiger Fortuna Düsseldorf mussten sie vor ihren Fans schnell reagieren. „Wir durften letzte Woche lernen, und dann haben wir es heute besser gemacht“, sagte Wagner, der zugab, mit seiner Frau über einen Aufstieg gesprochen zu haben, nachdem Schalke vor drei Wochen ihren Platz bestätigt hatte.
„Natürlich ist das etwas Besonderes. Ein Freund von mir sagte diese Woche: ‚Wenn Elv befördert werden kann, ist das wie ein Flug zum Mond.‘ Und wir haben heute die Mondlandung geschafft“, fügte Wagner hinzu, als er sein Sky-Interview beendete, um an den wilden Feierlichkeiten teilzunehmen.

