Deutschland sicherte sich mit einem souveränen 2:0-Sieg über Norwegen in Köln die Qualifikation für die Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2027 und sicherte sich durch die Kombination von klinischem Abschluss mit Kontrolle und Effizienz den ersten Platz in Gruppe A4.
| Spieler von Deutschland feiern mit einem Banner | Foto von Pau Barrena/Getty Images |
Ein 2:0-Sieg über Norwegen in Köln sicherte den deutschen Frauen den ersten Platz in der Gruppe A4 und garantierte die automatische Qualifikation für das Turnier im nächsten Sommer in Brasilien. Dies war keine Leistung, die durch unerbittlichen Druck oder eine Flut von Chancen geprägt war. Stattdessen entdeckte Deutschland die Trennung im Detail und verwandelte zwei gut genutzte Chancen in ein Ergebnis, das nie wirklich zweifelhaft schien.
Die Mannschaft von Christian Wück wusste, dass ein Sieg schon ein Spiel vor Schluss die Qualifikation sichern würde. Mit der Vollzeitbeschäftigung war die Arbeit erledigt.
Der Durchbruch gelang in der 17. Minute aus unerwarteter Quelle. Ein fließender Spielzug begann mit einem langen Ball von Carlotta Wamser, der auf der linken Seite auf Klara Bühl traf. Bühl schlug den Ball zurück in den Strafraum, wo ihn Linda Dallmann mit einem cleveren Hackenabsatz in den Lauf von Marie Müller legte, die ihr erstes A-Länderspieltor ruhig abschloss.
Zehn Minuten später verdoppelte Deutschland seinen Vorsprung durch einen weiteren Außenverteidiger. Dallmann war wieder das Herzstück des Spielzugs und trug den Ball nach vorne, bevor er einen Pass zu Wamser zuspielte. Der Verteidiger von Bayer Leverkusen wehrte eine Ballberührung ab, bevor er einen tollen Schuss an Cecilie Fiskerstrand vorbei zum 2:0 schoss.
Norwegen hingegen genoss Ballbesitzphasen und war nicht ohne Chancen. Die Gäste erzielten am Ende mehr Schüsse als Deutschland (neun Versuche gegenüber acht Versuchen Deutschlands) und verzeichneten auch mehr Ballberührungen im gegnerischen Strafraum. Dennoch waren die Chancen Deutschlands von größerer Qualität. Die Gastgeber erzielten 1,25 erwartete Tore im Vergleich zu 0,57 für Norwegen und nutzten ihre entscheidenden Momente.
Die Zahlen erzählten die Geschichte einer deutschen Seite, die die Kontrolle hatte, ohne jemals das Problem erzwingen zu müssen. Sie hielten 55 Prozent Ballbesitz und bewegten den Ball mit Gelassenheit, absolvierten mehr als 500 Pässe mit einer Erfolgsquote von 87 Prozent und setzten sich mit 53 gewonnenen Zweikämpfen gegen Norwegen mit 39 Duellen durch. Norwegen blieb im Wettbewerb und hatte seine Momente, aber obwohl sie die ganze Zeit konkurrenzfähig blieben, erweckten sie selten das Gefühl, dass sie das Gleichgewicht wirklich verändern oder Deutschlands Vorsprung zunichte machen könnten.
Ein großer Teil der deutschen Angriffsgefahr ging von Dallmann aus, der beide Tore vorbereitete und stets Räume zwischen Norwegens Mittelfeld und der Verteidigungslinie fand. Da mehrere etablierte Spieler nicht zur Verfügung stehen, unterstreichen Auftritte wie ihre weiterhin die sich entwickelnde Tiefe von Wücks Kader.
Auch bei den Torschützen steckte Symbolik. Weder Müller noch Wamser gehören zu den etabliertesten Nationalspielern Deutschlands, aber beide nutzten ihre Chance an einem Abend, als die Qualifikation auf dem Spiel stand. Während Deutschland seinen Übergang zu einer neuen Generation fortsetzt, werden die Beiträge aufstrebender Akteure von entscheidender Bedeutung sein.
Das Ergebnis vervollständigte auch ein dominantes Qualifying-Double gegen Norwegen. Nach einem 4:0-Auswärtssieg zu Beginn der Saison setzte sich Deutschland in beiden Begegnungen mit 6:0 gegen den Rivalen durch und ließ kaum Zweifel daran aufkommen, wer es verdient hätte, an der Spitze der Gruppe zu landen.
Für Deutschland ging es bei den Feierlichkeiten zur Endrunde um mehr als nur die Qualifikation. Nachdem sie Verletzungen, Kaderwechsel und die Herausforderungen, die der Aufbau eines neuen Zyklus mit sich bringt, gemeistert haben, haben sie sich ihren Platz beim größten Fußballturnier mit Spielraum gesichert.
Ihr letztes Qualifikationsspiel gegen Slowenien am 9. Juni birgt nun wenig Druck. Das Hauptziel wurde bereits erreicht.
Brasilien wartet.

