Der VfL Wolfsburg besiegt OL Lyonnes im Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League mit einem knappen Vorsprung.
| Stuart Franklin/Getty Images |
Die She-Wolves waren das erste Team, das in dieser Saison den französischen Giganten OL Lyonnes besiegte, indem sie sich im Hinspiel des Viertelfinals der Champions League einen knappen Sieg sicherten. Einschließlich eines 3:1-Ergebnisses in der Ligaphase dieser Saison hatte OL Lyonnes die letzten sieben Direktspiele gegen Wolfsburg gewonnen.
Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber durch die überaus erfahrene Svenja Huth, doch Christiane Endler konnte im Tor von Lyonnes ausgleichen. Erwartungsgemäß dominierte danach der Rekordmeister das Geschehen.
Die She-Wolves gingen jedoch aus heiterem Himmel in Führung, als Lineth Beerensteyns Schuss von außerhalb des Strafraums nach einer entscheidenden Ablenkung von Damaris Egurrola bis zum Anschlag ging. Auch die niederländische Nationalspielerin hatte eine gute Chance, die Wolfsburger Führung auszubauen, doch nach einer halben Stunde verfehlte ihr Kopfball das Ziel.
OL Lyonnes war nach dem Wiederanpfiff nach vorne weitaus gefährlicher. Der haitianische Nationalspieler Melchie Dumornay hätte in den ersten zehn Minuten beinahe den Ausgleich erzielt, doch Kadidiatou Diani scheiterte am Pfosten.
Die Mannschaft von Jonatan Giráldez versuchte, den Druck zu erhöhen, als Ex-Wolfsburg-Flügelspielerin Jule Brand im Zuge einer Doppelauswechslung vom ehemaligen Barcelona-Femení-Trainer zur vollen Stunde eingewechselt wurde.
Für den Rest des Spiels waren die Gäste jedoch auf Halbchancen beschränkt. Trotz mehrerer Standardsituationen gelang es OL Lyonnes nicht, Stina Johannes weiter auf die Probe zu stellen. Ihre beste Chance war ein Kopfball der eingewechselten Marie-Antoinette Katoto in der 90. Minute, bevor Brand in der letzten Aktion des Spiels einen schwachen Schuss erzielte.
Das Rückspiel wird nächsten Donnerstag im Parc Olympique Lyonnais ausgetragen. Wolfsburg trifft in der Frauen-Bundesliga vier Tage zuvor zu Hause auf Union Berlin. Während die Männermannschaft in der Abstiegszone der Bundesliga stagniert, rücken die Wölfinnen immer näher an den Einzug ins Champions-League-Halbfinale zum neunten Mal heran.

