Bayer Leverkusen setzte sich am Mittwochabend mit einem knappen, aber verdienten 1:0-Sieg im Volksparkstadion gegen den Hamburger SV durch und machte im Rennen um einen Platz unter den ersten Vier wertvollen Boden gegenüber den Rivalen gut.
| Kasper Hjulmand, Leverkusen-Cheftrainer vs. HSV – 04.03.2026 | Foto von Stuart Franklin/Getty Images |
In einem weitgehend verhaltenen Wettbewerb unter der Woche erforderte der Durchbruch einen Moment echter Qualität. Es dauerte etwas mehr als 15 Minuten vor Schluss, als Christian Kofanes hervorragender Halbvolleyschuss den Ausschlag für die Mannschaft von Kasper Hjulmand gab, die durchweg die überzeugendere Mannschaft war.
Leverkusen startete vorne und dominierte den Ballbesitz, während der HSV tief stand und zu frustrieren schien. Debütant Montrell Culbreath war innerhalb von acht Minuten nah dran, schoss am hinteren Pfosten vorbei und scheiterte mit einer Flanke von Ibrahim Maza nur knapp am Tor. Wenige Augenblicke später ging Martin Terrier sogar noch näher und schnappte sich den Schuss von Aleix García, nur um zu sehen, wie sein Schuss aus kurzer Distanz an die Latte prallte.
Die Gäste dachten, sie hätten nach 15 Minuten eine Strafe erhalten, als Maza von Nicolai Remberg zu Fall gebracht wurde. Der Schiedsrichter zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt, doch der VAR intervenierte und degradierte die Entscheidung auf einen Freistoß an der Strafraumgrenze – eine Gnadenfrist, die der HSV letztlich überstand.
Nachdem sie den anfänglichen Sturm überstanden hatten, begannen die Gastgeber, ins Spiel hineinzuwachsen, klare Chancen blieben jedoch rar, da die erste Halbzeit auf eine torlose Pause zusteuerte.
Leverkusen ging mit derselben Souveränität in die zweite Halbzeit. Edmond Tapsoba spielte in den ersten Momenten nach dem Wiederanpfiff eine zentrale Rolle und wehrte zunächst eine weitere Flanke von García mit einem freien Kopfball ab, der direkt auf Daniel Heuer Fernandes gerichtet war. Zwölf Minuten später lenkte der Verteidiger den Ball nach einer Ecke ins Tor, doch der Schuss wurde korrekterweise als Handspiel gewertet.
Der Druck zeigte sich schließlich in der 73. Minute. Maza, Leverkusens lebhaftester Akteur an diesem Abend, fuhr zielstrebig auf den Strafraum zu, bevor er einen Pass vorsichtig in den Lauf von Kofane lenkte. Der Stürmer reagierte mit Nachdruck und schoss einen heftigen Halbvolleyschuss an Heuer Fernandes vorbei, um die Sackgasse zu überwinden.
Anstatt sich zurückzuziehen, machte Leverkusen weiter Druck. Culbreath spielte einen präzisen Pass zu Alejandro Grimaldo, der direkt vor dem Torwart stand, doch Heuer Fernandes blieb standhaft und hielt die Hoffnungen des HSV am Leben.
Tatsächlich hatten die Gastgeber Mühe, eine sinnvolle Antwort zu finden. Als die Uhr ablief, fiel ihr letzter Torschuss in der 55. Minute, was ihre mangelnde Durchsetzungskraft im letzten Drittel unterstreicht. Sechs Minuten der Nachspielzeit boten eine späte Rettung, und tief in der Nachspielzeit bot sich Luka Vušković eine goldene Chance. Sein erster Versuch wurde aus kürzester Distanz von Janis Blaswich abgewehrt, sein Nachschuss traf die Latte – eine dramatische Schlusswende, die letztlich Leverkusens Führung sicherte.
Es war ein bedeutender Auswärtssieg für die Werkself, die weiterhin Sechster ist, aber auf 43 Punkte vorrückt und nun nur noch drei Punkte hinter dem Viertplatzierten Stuttgart liegt. Für den HSV verlängert die Niederlage seine Siegesserie auf drei Spiele, so dass er auf dem 11. Platz und nur noch vier Punkte vor dem Abstiegs-Play-off-Platz liegt.

