Mit dem beeindruckenden 3:1-Sieg bei Holstein Kiel hat der 1. FC Magdeburg heute Nachmittag einen großen Schritt in Richtung Zweitliga-Status gemacht.
Tore von Jean Hugonet, Dariusz Stalmach und Baris Atik brachten die Mannschaft von Petrik Sander fest unter Kontrolle, bevor Adrián Kaprálik in der Nachspielzeit den späten Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte.
Da beide Teams trotz ihrer unterschiedlichen Umstände immer noch bestrebt waren, wertvolle Punkte zu holen, entwickelte sich die Anfangsphase zu einem spannenden und hart umkämpften Kampf. Obwohl die Intensität offensichtlich war, gab es nur wenige klare Chancen, da es in der ersten Halbzeit weitgehend an Angriffsqualität mangelte.
Fünf Minuten vor der Pause gelang schließlich der Durchbruch durch Jean Hugonet. Kiel schaffte es nicht, einen Eckball vollständig abzuwehren, so dass Magdeburg den Ball in den Strafraum zurückbringen konnte. Stalmachs Fehlschuss kam dem Verteidiger zugute, der am schnellsten reagierte, aus kurzer Distanz nach Hause schoss und den Gästen eine verdiente 1:0-Führung bescherte.
Magdeburg schlug tief in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen weiteren gewaltigen Schlag zu, gerade als Kiel mit einem Tor Rückstand scheinbar bereit war, in die Pause zu gehen. Eine schnell ausgeführte Ecke überraschte die Hausherren, als Alexander Nollenberger eine hervorragende Flanke auf den Kopf von Stalmach lieferte, der Timon Weiner überholte und den Vorsprung verdoppelte.
Nach dem Wiederanpfiff setzten die Gäste ihren Schwung fort und beendeten den Kampf in der 56. Minute effektiv. Baris Atik fügte Magdeburgs dritten Treffer auf ungewöhnliche Weise hinzu, als sein gefährlicher Eckball unbehelligt durch den überfüllten Strafraum lief, bevor er am kurzen Pfosten zum 3:0 einschlug.
Kiel hatte Mühe, eine sinnvolle Reaktion herbeizuführen, während Magdeburg das Spielgeschehen souverän kontrollierte und das Spiel mit Gelassenheit lenkte. Den Gastgebern gelang schließlich in der 92. Minute der späte Durchbruch, als Alexander Bernhardsson hoch oben den Ball eroberte, bevor er zu Kaprálik passte, der aus kurzer Distanz ruhig verwandelte, was aber nur ein Trost war.
Durch den Sieg katapultiert sich Magdeburg vorerst auf den 12. Platz und liegt damit fünf Punkte vor der Abstiegszone. Abhängig von den weiteren Ergebnissen an diesem Wochenende ist nun möglicherweise ein Überleben in greifbare Nähe gerückt. Kiel kassiert unterdessen die erste Niederlage seit sieben Spielen, kann sich aber dennoch darüber trösten, dass der Zweitliga-Status bereits gesichert ist.

